Seelenheil

Lösungen systemischer und karmischer Verstrickungen

Generelles zu Aufstellungsleiter/innen

Nachdem ich in den letzten Tagen einiges im Lebensfragen-Forum geschrieben habe – auch zum Thema Aufstellungen und Aufsteller, möchte ich euch diese Beiträge auch – auszugsweise – hier herein tragen – vielleicht ist ja für irgendwen auch was dabei:

Ich kenne einige „gute“ Aufstellungsleiter/innen, mit denen ich aber gar nicht zurecht komme und andere, die zwar „keinen Namen haben“ aber für mich besser geeignet sind, mir dabei zu helfen, das zu bekommen, was ich für meine jeweilige Weiter-Ent-Wicklung brauche – und das ist selten das, was ich erwarte 😉

Wobei ich aber „milieugeschädigt“ bin und meine eigenen Kriterien habe, wie ein/e Aufstellungsleiter/in agieren muss, damit ich mit ihr/ihm klar komme. Für mich zählt da eben einerseits mein Bauchgefühl, aber andererseits auch einige grundlegende Einstellungen, die ich unbedingt brauche, um mich „geborgen“ zu fühlen.

Was ich persönlich empfehlen würde ist, vorher mal als Repräsentant dabei zu sein, um zu sehen – und zu spüren – ob man sich bei dem jeweiligen Aufstellungsleiter/in auch wirklich angenommen und geachtet fühlt.

Bei manchen ist das selbstverständlich, dass dies sein darf. Bei Jenen, die das strikt ablehnen, würde ich persönlich nicht hin gehen.

Ist auch schwer zu sagen – aber wie schon erwähnt, vorher als Repräsentant dabei sein, dann merkst du, wie die/der Aufstellungsleiter/in arbeitet – und wenn dich was stört, dann schaust dir die/den nächsten an.

Ich bin meistens bei einem mittlerweile guten Freund, von dem ich mich in meiner Krise auch hab coachen lassen. War voll angenehm, weil ihn kenne ich schon seit Jahren – und zu ihm hab ich Vertrauen, das ist für mich eins der Kriterien.

Ein zweites Kriterium für mich ist, ob die/der AL lösungsorientiert arbeitet, oder sich in der Problemstellung verliert, d.h. ob er ellendslange Vorgespräche führt oder ob ers schnell auf den Punkt bringt und dann „schaut“, was sich zeigt in der Aufstellung selbst.

Und ich mag die ganzen „spirituellen“ und „esoterischen“ Aufstellungsformen nicht wirklich, also die, die glauben, sich mit speziellen Spirits oder Meistern oder Engeln verbinden zu müssen, um etwas wahr nehmen zu können.

Wobei ich mich ja schon seit 2000 mit der Thematik beschäftige, d.h. ich hab schon einige und einiges ausprobiert und kann eben schon genau sagen – wo sich mir die Zehennägel verkrampfen – und wo ich entspannt Teil der Gruppe sein kann.

Ja, das ist für mich auch eins der Kriterien – ich würd nie als Erste an einem Wochenende aufstellen, weil ich zuerst die Gruppe als solche wahrnehmen möchte, d.h. ich entscheide meist spontan, obs für mich passt, selbst auf zu stellen – oder eben nicht.

Das ist auch der Vorteil von „meinem“ Aufstellungsleiter, dass auch Klienten, die durch eine Aufstellung „angetriggert“ werden, d.h. ein eigenes Thema hoch kommt, meist noch die Möglichkeit haben, selbst auch noch auf zu stellen.

Es gab noch einen zweiten, bei dem ich mich genauso „geborgen gefühlt“ hatte, der ist jetzt aber leider nur mehr im Raum Salzburg tätig.

Wobei ich auch sehr viel als „nur“ Repräsentantin aufgearbeitet habe, zumindest in letzter Zeit war immer irgendwas „größeres“ dabei, wo ich mir auch meins rausnehmen konnte.

Ich erinnere mich noch an meine Ausbildung, dann gegen deren ende, als ich schon als Tutorin mit dabei war – da stellten die exakt eins meiner Themen – und ich hab zu meiner Kollegin nur schnell gesagt – „ich bin raus – übernimm bitte meinen Part“.

Dann hab ich mich eine Reihe weiter nach hinten gesetzt und mich einfach in die Aufstellung mit hinein fallen lassen, die Aktionen des Fokus im Geiste mit gemacht und mit gesprochen – und es passte absolut perfekt.

Manchmal gibts dann auch einfache Aha-Erlebnisse wenn ich in einer Position stehe, indem ich zB Gefühle wahrnehme, welche ich selbst noch nicht kannte. Dadurch hat sich mein Verhältnis zu meiner Tochter zB nachhaltig verbessert, bzw. war es mir nach einer liebevollen Mutterrolle einfach ein Bedürfnis, wieder Kontakt mit ihr zu suchen.

Wobei ich auch oftmals für etwas „heftigere“ Rollen genommen werde – und da entwickelt sich dann in mir immer wieder ein riesiges Dankbarkeitsgefühl für mein Da-Sein.

Ich kann mich an 2 Rollen noch nachhaltig erinnern – die eines behinderten Kindes im Körper eines Erwachsenen und die eines Mörders – da war ich bei beiden danach wieder froh, mich entrollen zu dürfen, um wieder ich selbst zu sein.

Aber grad solche Erlebnisse sind auch immer wieder dazu geeignet, wieder glücklicher und zufriedener durchs Leben zu gehen. Für mich sind Aufstellungen einfach auch ein geniales Mittel um immer wieder etwas mehr zu mir selbst zu finden, indem ich andere Positionen „ausprobieren“ kann, sie aber nicht real ausleben muss.

ein guter Aufsteller weiß die Lösung nie im vorhinein – er hat maximal eine Ahnung davon, mit welchen Personen aus dem System es zusammen hängt – der Rest ergibt sich in und durch die Aufstellung.

Klar hat man als Aufsteller eine Idee, um welche systemischen Verstrickungen es sich handeln könnte – dazu gibt es unterschiedlichste Zugangshinweise – aber das ist ja eben das Wesen von Familienaufstellungen mit realen Personen, dass dann in der Aufstellung selbst inter-agiert wird – und sich ein Bild zeigt, welches ver-ändert werden kann.

Ich hab auch schon mehrfach Aufstellungen miterlebt, wo die Klienten „bewusst“ gestellt haben – also so nach dem Motto „ich weiß ja, wie die Leute zueinander stehen sollten, damits *schön* ausschaut.“ Sowas wirkt von vornherein gekünstelt – und spätestens ab der Aufforderung „Wer einen Bewegungsimpuls hat, gibt dem bitte nach“ crasht das „schöne“ Bild meist in Sekunden in sich zusammen.

Für mich ist eine Familienaufstellung etwas, wo ich mir mein unbewusstes Bild einer Situation bewusst anschauen kann – und wo ich darüber hinaus auch noch erkennen kann, wie es den einzelnen Betroffenen in unterschiedlichen Situation (Positionen) geht.

Ich persönlich hab vor Jahren mal eine Aufstellung mit Steintieren gemacht, weil ich etwas erfahren hatte, was ich mir „anschauen wollte“. Es ging um eine Frau und ihr Kind und ich wollte einfach wissen, mit welcher der beiden Personen ich identifiziert bin – und das war eindeutig – die Frau.

Das hat mir damals viel geholfen, aber die Lösung kam trotzdem erst voriges Jahr in einer „richtigen“ Aufstellung, als ich mit meinen Eltern aufgestellt wurde – und der Aufsteller meinte „da fehlt wer“ – und stellte einen Mann dazu – und bei mir brachen Staudämme – ich glaub, ich heulte fast ne halbe Stunde und es war unheimlich befreiend und beruhigend, in seinen Armen zu liegen und festgehalten zu werden.

Mir war sofort bewusst, wer diese Person ist – es war der Sohn dieser Frau. Mit ihm war ich zwar nicht identifiziert, aber er ist für mich emotional unheimlich wichtig – und das hätte ich beim selbst rum experimentieren nicht heraus gefunden, weil ich auf derartiges gar nicht gedacht hatte – und in der Aufstellung „zeigte es sich einfach“.

Wobei ich systemische Verstrickungen eher wie eine Zwiebel sehe – bei manchen – speziell auch bei mir – ich löse Schicht für Schicht, bis ich zum Kern vordringen kann.

Ich hatte meine 1. Aufstellung 2000 – damals war mein Thema „ich bin keine gute Mutter“ – da wurde mir dann in der Aufstellung bewusst, dass ich nichts weiter geben kann, was ich selbst noch nie erlebt hatte – die Gefühle einer liebevollen Mutter – gelöst hab ichs erst Jahre später als Repräsentantin für jemanden, den ich als liebevolle Mutter bezeichnen würde. Und da spürte ich das Gefühl, welches ich vorher nicht kannte – und suchte daraufhin wieder Kontakt zu meiner Tochter.

Dann gabs 2 Aufstellungen – und auch viele energetische Sitzungen zu dem Thema, dass mein Bruder tödlich verunglückte als ich 13 war (er war 7 Jahre älter) – ich hatte ihn abgöttisch geliebt – er war meine Bezugsperson – und auf einmal gabs ihm nicht mehr. Für mich brach eine Welt zusammen – und ich verdrängte alles, was vorher war – ich lebte mit einem Blackout von 13 Jahren. Wirklich lösen konnte ich es auch erst heuer – durch Körperarbeit, wobei mir bewusst wurde, dass ich mich schuldig fühlte an seinem Tod – ganze 37 lange Jahre.

Und das 3. große Thema habe ich voriges Jahr eben in dieser Aufstellung gelöst, wo ich endlich den Teil von mir wahrnehmen konnte, der für mein Über-Leben einfach lebensnotwendig ist.

Seit dieser Aussöhnung kann ich mich endlich selbst leben – und kann meine Brüder – der dritte im Bunde ist übrigens heuer nach 3 Schlaganfällen innerhalb von 4 Wochen mit 60 verstorben – als ständige Wegbeleiter annehmen.

Du siehst, Aufstellungen waren für mich nicht immer „die Lösung“, aber sie haben meist einige Schichten abgetragen, damit ich überhaupt tiefer in meine Gefühle und Empfindungen eintauchen konnte.

Und dich findet sicher die/der für dich optimalste Aufsteller/in – oder ganz wer anderer, der dir weiter helfen kann.

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Oktober 27, 2008 - Posted by | weiterführende Gedanken | , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , ,

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