Seelenheil

Lösungen systemischer und karmischer Verstrickungen

Aufstellungsalternativen

Vorgenanntes war die Art von Familienaufstellungen, welche ich gelernt habe und meistens auch anwende. Darüber hinaus gibt es natürlich noch viele andere Systeme.

Eine Möglichkeit ist, im Vorgespräch schon eine kleines Coaching ein zu bauen, um kleinere *Nebenthemen* schon im Vorfeld zu lösen.

Viele Aufstellungsleiter lassen die Repräsentanten sich selbst bewegen, geben nicht vor, wie sie aufgestellt werden sollen. Dies wird von Hellinger auch angewendet, wenn er *die Bewegung der Seele* zeigen will.

Es gibt auch „Aufstellungen“ ohne menschliche Repräsentanten wie z.B. Aufstellungen mit Stofftieren, Playmobilfiguren oder auch Steintieren.

Bei derartigen „Aufstellungen“ ist es wichtig, Gegenstände zu verwenden, welche ein zuordenbares „Gesicht“ haben, damit der Aufstellungsleiter auch sieht, in welche Richtung eine bestimmte Figur steht.

Es geht auch mit Zetteln, auf welchen die jeweiligen Namen und die „Gesichter“ eingezeichnet werden, oder mit Schuhen, oder auch mit eigenen Aufstellungsbrettern.

Wichtig ist, dass sich der Aufstellungsleiter mit diesem wissenden Feld verbindet. Ich würde also von einem eigenen Herumexperimentieren eher abraten. Zum selbst probieren gibt es etwas weiter hinten eine schamanische Übung.

Mir persönlich sind Aufstellungen mit realen Personen als Repräsentanten lieber, weil ich mich als Aufstellungsleiterin aus der Szene an sich heraus halten und aus einer Art Metaposition hinschauen kann. Ich persönlich habe nicht den nötigen Abstand zur Situation, wenn ich involviert bin.

Steintiere oder –figuren

Ich persönlich verwende fallweise Steintiere anstelle von menschlichen Repräsentanten, weil ich immer genug „im Haus“ habe. Diese Art der „Aufstellung“ dient mir persönlich nur dazu, ein bisher unbewusstes Bild dar zu stellen, Figuren auf zu stellen, um mir ihre Position zu einander an zu sehen.

Hier kann ich nicht wirklich etwas „lösen“, dazu sind gerade diese Figuren etwas zu klein. Ich kann mich auch nicht als Art Repräsentant in die Positionen hinein fühlen, sondern eben nur, ein unbewusstes Bild bewusst machen.

Wenn ich derartiges mache, dann setze ich mich bequem hin, wähle für die dar zu stellenden Personen jeweils ein anderes Tier (ohne zu überlegen, ob die Eigenschaften dieses Tieres auch was mit der Person zu tun haben könnten) und dann mache ich mir eine Liste, welches Tier für welche Person stehen wird.

Anschließend schließe ich die Augen, greife wahllos zu einem Tier und stelle dieses irgendwo auf den Tisch, oder die vorher bereit gestellte Unterlage.

Wenn alle Tiere „gestellt“ sind, schaue ich mir die Positionen der einzelnen Tiere zueinander an. Dadurch erhalte ich möglicherweise tiefgehende Erkenntnisse, die meinem bisher als bewusst angenommenen Bild widersprechen können.

Die Liste vorweg ist mir wichtig, damit ich dann beim „Stellen“ an sich mich nicht mehr auf ein bestimmtes Tier konzentriere, sondern meinem Unbewussten, oder auch dem wissenden Feld, überlasse, welches Tier wohin gestellt wird.

Durch die Liste vorweg schalte ich persönlich das bewusste Denken und Überlegen aus, denn wenn ich nicht weiß, welches Tier, sprich wessen Repräsentanten ich gerade aufstelle, dann kann ich dabei auch nicht wirklich mit meinem Verstand eingreifen.

In Bezug auf reale Aufstellungen funktioniert es ja ähnlich: Dort stellt der Klient zwar bewusst die Repräsentanten auf, aber diese äußern dann ihre Wahrnehmungen und können danach auch sagen, durch welche „Umstellungen“ es Ihnen besser geht oder nicht.

Diese Rückmeldungen haben wir mit Steintieren nicht, daher möchte ich von Beginn an jegliche bewusste „Stellung“ durch den Verstand ausschließen und dies ist die für mich bisher effizienteste Methode gewesen, es zu tun.

Stofftiere

Diese sind meist etwas größer und haben den Vorteil gegenüber kleinen Steintieren, dass ich sie dann auch angreifen und mich in die Position dessen „einfühlen“ kann, für den dieses spezielle Stofftier steht.

Wobei es auch hier noch Abwandlungen gibt, also entweder mache ich es ganz alleine, um etwas fest zu stellen, oder ich arbeite mit jemand anderen zusammen, der mich dabei anleitet, oder den ich dabei anleite.

Ich bevorzuge folgende Vorgehensweise:

2 Personen

Es gibt einen Klienten und einen Aufstellungsleiter. Der Klient stellt die Tiere auf wie bei einer realen Aufstellung mit Menschen. Der Klient nimmt ein Tier, macht sich bewusst, für welche Person dieses Ding steht und stellt es auf die Unterlage.

Wenn alle Dinge/Tiere aufgestellt sind, geht der Aufstellungsleiter von einem Ding zum anderen, berührt das Ding und fühlt sich in die entsprechende Person hinein, teilt seine Eindrücke mit.

Der Aufstellungsleiter erzeugt dadurch im Klienten möglicherweise ein “neues“ Bild und er kann danach auch versuchen, einzelne Dinge um zu stellen und die Veränderungen auf zu zeigen. Nach jeder nachhaltigeren Umstellung fühlt sich der Aufstellungsleiter wieder in die einzelnen Personen ein.

Sollte es dazu kommen, dass sich einzelne Positionen „massiv verschlimmern“, dann sollten andere Möglichkeiten „versucht“ werden.

Bei dieser Art der Aufstellung ist es nicht unbedingt wichtig, eine für alle befriedigende Lösung zu finden, wichtig ist vor allem die Position des Klienten und seiner Nachkommen.

Wenn es in Vorgenerationen des Familiensystems weiterhin Probleme gibt, dürfen diese bei dieser Generation belassen werden. Es muss nicht immer allen gut gehen, vor allem nicht denen, die sich schon länger damit abgefunden hatten.

Wenn wir davon ausgehen, dass wir die Großeltern „retten müssen“, dann stellen wir uns über sie, machen uns größer und können nicht die natürliche Ordnung aufrecht erhalten. Es steht uns als Klient / Aufstellungsleiter auch nicht unbedingt zu, Ältere „retten zu wollen“. Dies nur als Denkanstösse, aus meinem Weltbild heraus.

3 Personen

Bei drei Personen funktioniert eine derartige Aufstellung etwas anders. Hier können wir den Klienten wirklich aus der Aufstellung raus halten, damit er nicht unbewusst irgendwas beeinflussen kann.

Es gibt den Klienten und den Aufstellungsleiter und als dritte Person gibt es einen universellen Repräsentanten, denjenigen, der sich in die einzelnen Figuren reinfühlt und unabhängig von den beiden anderen Beteiligten seine Empfindungen mit-teilt.

Dies ist meine bevorzugte Variante, wenn ich in einer Coachingsitzung auf Stofftiere zurück greife. Auch hier gibt es den Nachteil, dass wir nicht so gut Situationen lösen können, sondern eher nur hinschauen und erkennen.

Bei Aufstellungen mit unterschiedlichen realen Repräsentanten haben wir dem gegenüber den Vorteil, dass wir auch gleich Lösungen finden und durchspielen, sprich ausprobieren, können.

Ich persönlich würde diese hier beschriebenen Varianten, wie schon erwähnt, für Coachingsitzungen empfehlen. Sie entsprechen in keiner Ausführung „echten“ Aufstellungen.

Juli 9, 2008 - Verfasst von ChrisTina Maywald | Leseproben | , , , , , , , , , , , , , , , , , , | No Comments Yet

Noch keine Kommentare.

Einen Kommentar schreiben